Hessen-Darmstadt
 
Geographie/Topographie
Für das Gebiet des Großherzogtums Hessen-Darmstadt wird 1815 eine Fläche von 152,7 Quadratmeilen angegeben. Der GIS-Wert beträgt 8.345km².
Das Großherzogtum Hessen-Darmstadt besteht aus zwei voneinander getrennt liegenden Landesteilen: Oberhessen und Rheinhessen/Starkenburg.
Der Oberhessische Landesteil wird vom Vogelsberg durchzogen, einem vulkanischen Mittelgebirge, dessen höchste Erhebung der 772m hohe Taufstein ist. Im Südwesten Oberhessens befinden sich Ausläufer des Taunus und des Rothaargebirges, auch Rotlagergebirge genannt. Zwischen Vogelsberg und Taunus breitet sich eine fruchtbare Ebene aus, die Wetterau. An Flüssen sind für Oberhessen die Nidda, die Lahn, die Edder und auch die Fulda zu nennen. Das Klima ist vor allem in den oberhessischen Gebirgsgegenden sehr rau.
Das linksrheinische Rheinhessen umfasst das fruchtbare Hügelland im Norden des Pfälzer Gebirges zwischen Kreuznach, Mainz und Worms. Im Südwesten liegt das Hardtgebirge. Der Odenwald durchzieht den Südosten der rechtsrheinischen Provinz Starkenburg, eine fruchtbare Ebene bildet die Gegend von der Bergstraße bis an den Rhein.
Hauptfluß der südlichen Provinzen Rheinhessen und Starkenburg ist der Rhein, der beide Gebiete voneinander trennt. Main, Nahe und Neckar fungieren als Grenzflüsse zu den benachbarten Staaten.
In den südlichen Provinzen herrscht so mildes Klima, dass Wein und Obst sowie süße Kastanien und Mandeln angebaut werden können.

Oberhessen: Biedenkopf, um 1800


Rheinhessen: Der Rhein bei Bingen, um 1840


Starkenburg: Mainlandschaft bei Darmstadt, 1785